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30.09.2009 17:32
Kategorie: General
Erstellt von: woodym
EdPlt hat einen kleinen Update erhalten.
23.09.2009 01:43
Kategorie: General
Erstellt von: woodym
Die Beschreibung der Steuerung beinhaltet nun auch Bilder.
HPGL-Bearbeitung

edplt

Ein weitere Baustein für das problemlose Fräsen und Gravieren.

Zuerst will ich das Problem schildern. Um an einer Fräsmaschine die Arbeitsplatte bestücken zu können ist es von Vorteil wenn der Fräskopf nicht im Arbeitsbereichs ist.
Legt man den 0-Punkt nach unten-links, ist das Einspannen eines Fräsobjektes schwer weil die Sicht immer versperrt ist.
Legt man den 0-Punkt unabhängig von der Home-Position muß die Fräsmaschine kalibriert werden (wie weit ist der 0-Punkt von der Home-Position entfernt?).
Das ganze läßt sich umgehen wenn der 0-Punkt oben links ist und die Y-Richtung somit 'umgedreht' wird.
Das hört sich einfacher an, als es ist! Die übliche Software zum erzeugen von PLT-Dateien berücksichtigt dies nicht. Per Software seine Zeichnung zu 'kippen' sollte nicht problematisch sein (so denkt man). Leider trifft man in der Praxis auf erhebliche Probleme.

Das erste Problem: welche Software unterstützt denn das einlesen von HPGL? Hier gibt es einiges auf dem Markt. Entweder ist diese Software kostenpflichtig, nicht tauglich oder schlicht weg wird das HPGL nicht richtig interpretiert. Corel Draw hört man immer als Allzweckwaffe hierfür (kostenpflichtig) . Meine Versuche haben jedoch ergeben das das HPGL welches hier ausgegeben wird ehr fraglich ist.

Das zweite Problem: wie wird denn die HPGL-Ausgabe skalliert? In einigen Draw-Programmen wird die PLT-Ausgabe trotz richtiger Einstellung in nicht reproduzierbaren Größen ausgegeben (wenigsten stimmen die X-Y-Proportionen). Bisher war ich auch der (offensichtlich irrigen) Annahme das ein Standard-PLT-File mit 40 Schritten pro mm ausgegeben wird. Dem ist aber nicht so. Früher kannte ich hier nur sehr einfache Befehle für den Plotter. Offensichtlich wurde von jedem Hersteller von Plottern (incl. HP) eine Erweiterung der Sprache generiert.

Meine einfachen Dateien aus CAD-Programmen konnten nicht über einen einfachen und reproduzierbaren Weg weiter verarbeitet werden. Die Anzahl der nötigen Softwarepaketen und Zusatzoptionen stieg mit jeder Software die Verwendet wird.

Oft ist ein solches Ärgernis der erste Antrieb um tätig zu werden. Auch hier war das der Anstoß für 'edplt'.

Eine kurze Auflistung der Funktionen:

einlesen von HPGL-Dateien
entfernen von ungewünschten Linien
Skalieren durch ein Referenzmaß (Markierung setzen und eingeben wie viel mm das sind)
Speichern der Datei in einem bereinigten HPGL-Format und ausfiltern der Zusatzinformationen
Ausgabe der PLT-Datei auf eine serielle Schnittstelle.
Setzen von 0-Punkten und verschieben der PLT-Ausgabe basierend auf diesen Punkt.
Klappen der Y-Achse zur 0-Punkt-Bereinigung.
MDI-Applikation zum Bearbeiten von mehreren Dateien gleichzeitg
Quelltext verfügbar

Die Liste kann man natürlich durch eine feinere Auflistung verlängert werden, was aber die Software nicht besser macht. Die Software ist in TurboC++ von Borland erstellt. der Compiler ist kostenfrei (eine kostenlose Registrierung ist nötig) und kann von Borland auf ihrer Webseite bezogen werden.  Wer lust hat, kann diese Software nach belieben erweitern und seinen Bedürfenissen anpassen. Wem die oben genannten Funktionen ausreichen, der kann sich die Software einfach downloaden.

Eine Installation ist nicht nötig. Laden, entpacken und verwenden ;-) . 

Natürlich kann die Software auch sofort die auf diesen Seiten beschriebene Steuerung ansteuern.

Die neue Version 1.1.0.0 wurde erweitert um die Möglichkeit der Sortierung. Soll ein Durchbruch zuerst gefräst werden, muß dieser Makiert werden und das Symbol (linke Symbolreihe) angeklickt werden. Durch diese Aktion werden die Linienzüge zuerste abgearbeitet.

Zusätzlich wurde die Ausgabe eines weiteren Datei-Formats integriert. Dies ist eine Erweiterung von HPGL. Genau genommen wird HPGL reduziert auf nur noch zwei Befehle und die Befehle angepaßt. Diese Datei-Format erlaubt ein Fräsen von 2,5-D und auch die angabe der Fräsgeschwindigkeiten.
Dateiformat:
XHPGL;
PA x,y,z,a,sp;

Die Datei beginnt mit XHPGL;. Jede Zeile endet mit einem ;. Parameter werden durch ein , abgetrennt. Die Einheit ist fest auf 1/40 mm für x,y,z festgelegt. A wird in 1/40 Grad angegeben (im Augenblick noch nicht implementiert, wird aber als Parameter erwartet). Der Letzte Parameter ist die Geschwindigkeit in mm pro Minute. Nachdem dieses Format die Möglichkeit bietet z und die Geschwindikeit zu definieren, kann die Software auch mit netten Funktionen erweitert werden; was hiermit auch geschehen ist.

1. Es können mehrer Dateien verbunden werden (Merge).
2. Es kann eine XHPGL-Datei eingelesen werden (abhängig von der Kennung XHPG;)
3. Es können Fräsgeschwindigkeit, Move-Geschwindigkeit und Senk-Geschwindigkeit definiert werden.
4. Es kann eine Zustellung definiert werden (Gesamttiefe und Zustellung). 
5. Es können Stege definiert werden. Die Stege sind (bei Verwendung von Zustellung) optimiert und können auch auf einen Bruchteil der Frästiefe erhalten bleiben. z.B. 3mm Frästiefe und 0,2 mm Steghöhe.
6. Linien die aneinander stoßen werden zu einer Linie Optimiert.
7. Linien (bei Zustellung) die bereits eine Fräsung in der Tiefe haben, werden entfernt.

Durch die Optimierungen, die auch abschaltbar sind, kann sehr einfach eine Fräsung aus einem Material definiert werden. Die Fräsungen haben nicht die lästigen 0-Positionierungen und setzen auch nicht neu an wenn zugestellt wird. Stege sind Wegoptimiert und heben den Fräser nur soweit es nötig ist um den Steg stehen zu lassen.

Um diese neuen Möglichkeiten nutzen zu können muß in XHPGL gespeichert werden. Ein Steg wird definiert durch das Positionieren der Maus auf die Linie die unterbrochen werden soll. Durch die eingabe von 'S' (Set) wird ein Marker auf die Linie gesetzt. Durch die Eingabe eines 'R' (Remove) kann dieser Steg wieder gelöscht werden. Wird unter 'File' das Speichern als XHPGL gewählt, erscheint ein Fenster in dem die nötigen Einstellungen gemacht werden können. Die Fräserbreite und die Stegbreite sind nur nötig wenn Stege defniert werden. Diese Angaben in Verbindung mit der Tiefe für den Steg werden beim Speichern die Daten errechnet. Die Tiefe der Stege beschreibt wie tief der Fräse Fräsen soll ohne einen Steg zu belassen.

 

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